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Die Ursprünge des Festivals

Johnny Stark,  créateur du Festival de la Foire Aux Vins d'Alsace

 

Première  affiche du Festival

Kaum jemand erinnert sich noch an die Art und Weise, wie Johnny Stark in Colmar angekommen ist. Damals, an jenem Tag im Jahr 1957, erschien er hier in einer Gangart à la John Wayne und mit seinem weißen Cadillac. Die Weinmesse „Foire aux Vins“ von Colmar war gerade neun Jahre alt und wusste zu jedem Zeitpunkt noch nicht, dass sie gerade mit dem Mann zusammengetroffen war, der ihr endgültig ihre Seele einhauchen würde. Johnny Stark, der im Oberelsass in Huningue bei Saint Louis/Basel geboren wurde, was man aber bis zu seinem Tode nicht wusste, küsste auf seine Weise den Ort und war in seinem Element. Die Show konnte beginnen. Mit Start im Jahr 1958 brachte der Konzertproduzent namhafte Künstler nach Colmar, darunter Jean Nohain und Louis Mariano. Die Konzertmaschine war in Gang gekommen und zählte von nun an jeweils zehntausende Besucher. Ab 1960, damals noch mit temporären Bühnenmontagen hinter dem ehemaligen Krankenhaus in der Colmarer Innenstadt, empfing die provisorisch errichtete Szene unter anderem auch Tino Rossi und einen damals jungen Schnösel, den Stark, so sagte er, „entdeckt“ hatte, und unter Vertrag nahm, einen gewissen Johnny Hallyday.

 

 

Johnny Stark gelang es, ergänzend zur eigentlichen Weinmesse „Foire aux Vins“ ein bedeutendes Konzertfestival zu etablieren, das auf Anhieb die gesamte Veranstaltung auf über 150.000 Besucher katapultierte. In den 60er Jahren war das Fernsehen noch im Wesentlichen nur in öffentlichen Foyers und Sälen verbreitet, wo das breite Publikum während den 10 Festivaltagen zum Zuschauen und Zuhören zusammenkommen konnte. Entsprechend war es für die Künstler des „Rennstalls Stark“ keine Frage, in Colmar aufzutreten, und die Konzertplakate wurden schnell zu den attraktivsten in Frankreich.

 

 

Es waren echte Highlights, mit mehreren Konzertteilen. Unter den vielen aufgetretenen Stars erlebten die Colmarer unter anderem Halliday, Vartan, Bécaud, Dalida, Aznavour, Brel, Ferré, Ferrat, Ray Charles, Claude François, Juliette Gréco… Die jeweils ersten Konzertteile füllten Neulinge aus: Julien Clerc, Michel Sardou, Nicoletta verdienten sich hier so ihre ersten Sporen. Im Jahr 1973 endet die Periode Stark. Der Impressario widmet sich von nun an nur noch einer einzigen Künstlerin: Mirelle Mathieu, die ihn während einer Radio-Sendung kennen gelernt hat und ihn „Tonton Stark“ nennt. Der Charakter des Konzertfestivals der „Foire aux Vins“ ist aber fest fixiert. Die Nachfolger von Stark bleiben im gleichen Fahrwasser: Colmar bleibt ein großes Festival, mit bedeutenden Programmen vergleichbar denen der Konzerte in den größten Städten. Johnny Stark hatte vor der ganzen Welt, während der guten alten Zeit der Music-Hall, das Konzept des Pop-Rock-Festivals etabliert.

 

 


 

 


 

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